Starker Wind für Kinderrechte

Mädchen und Jungen im Frauenhaus

Im Frauenhaus leben auch Kinder und Jugendliche. Viele Leute teilen das Vorurteil, dass dieser Ort nicht das Richtige für Kinder sei. Dies ist ein Irrtum!

Mädchen und Jungen sind immer von häuslicher Gewalt mitbetroffen. Entweder sie erleben als ZeugInnen die Gewalt gegen ihre Mutter mit oder sie werden selbst misshandelt. Die Gewalterlebnisse und ihre Folgen sind eine Form der Kindeswohlgefährdung.

Denn Kinder leiden körperlich bei der Gewalt gegen ihre Mutter mit. Viele spüren eine existenzielle Angst und geraten im System der häuslichen Gewalt in ambivalente Situationen. Mädchen und Jungen wollen beispielsweise die Mutter schützen, fühlen sich schuldig oder identifizieren sich mit dem Täter. Zudem erfahren sie die Eltern-Beziehung als ein Gewalt- und Machtverhältnis. Diese Gewalterfahrung ist ein Schlüsselerlebnis, das sie verarbeiten und an die nächste Generation weitergeben.

Ängste und Unsicherheiten sowie Konzentrationsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten können mögliche Folgen aus dem Erlebten sein.

(Die in diesem Textabschnitt gemachten Aussagen stützen sich auf Veröffentlichungen von Frau Prof.Dr. B. Kavemann und Frau Prof. Dr. Ostbomk-Fischer)

Warum ist das Frauenhaus für Mädchen und Jungen ein geeigneter Ort?

Im Frauenhaus wird durch kompetente Frauenhausmitarbeiterinnen parteilich auf die oben genannten Situationen eingegangen.

Das bedeutet:

Hier finden Mädchen und Jungen respektvolle Beachtung, ihrem Alter entsprechende Unterstützung, Beratung und individuelle Förderung.

Die Frauenhäuser sind Orte des kindgerechten Austausches über Erlebtes, aber auch von Kindersolidarität und Stärkung von Kinderrechten.

Ein großes Anliegen der Frauenhausmitarbeiterinnen sind der gewaltfreie Umgang in der Frauenhausgemeinschaft und eine gewaltfreie Erziehung (spezifische Unterstützungsangebote richten sie an Kinder, aber auch an Mütter).

Slogan