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Was ist ein Frauenhaus?

Ein Frauenhaus ist ein anonymer Schutz- und Zufluchtsort für Frauen und ihre Kinder, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind.
Im Frauenhaus werden Frauen aller Lebenssituationen, Kulturen, Schichten und Herkunftsländer ab 18 Jahren aufgenommen, unabhängig davon von wem die Gewalt ausgeht.

Frauenhäuser sind feministische Frauenprojekte, in denen fachlich kompetente Mitarbeiterinnen parteilich unterstützten, beraten und begleiten.
Sie bieten nach Möglichkeit muttersprachliche Beratung durch eine Mitarbeiterin oder durch Hinzuziehen einer Dolmetscherin an.

Folgende Themen können Inhalte der Beratungen sein:

  • Existenzsicherung
  • Neue Lebensperspektiven
  • Trennung und Scheidung
  • Zwangsverheiratung
  • Stalkinggesetz
  • Aufenthaltsrechtliche Bestimmungen
  • Sorge- und Umgangsregelungen
  • Erziehungsfragen

Die autonomen Frauenhäuser bieten auch telefonische und externe Beratung für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, jedoch keine Zuflucht suchen. Weiterhin können sich MultiplikatorInnen bei Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit häuslicher Gewalt an die Frauenhäuser wenden.

Unsere Grundlagen sind Feminismus, Autonomie und Hierarchiefreiheit.

Wichtige Entscheidungen beruhen auf der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiterinnen und Vereinsfrauen.

Die Gemeinschaft im Frauenhaus funktioniert dadurch, dass die Bewohnerinnen je nach ihren Möglichkeiten Verantwortung übernehmen.

Grundlagen der Frauenhausarbeit

Die Frauenhausarbeit gründet auf Feminismus, d.h. sie wendet sich gegen Ungerechtigkeiten, Benachteiligungen und Diskriminierungen von Frauen in der Gesellschaft. Sie versucht mit dieser Haltung, zu einer Verbesserung der Lebenssituation aller Frauen beizutragen. Die Frauenhausarbeit will Kinderrechte stärken und hat die Situation von Mädchen besonders im Blick. Eine weitere Grundlage bildet die Autonomie, das bedeutet als selbstständige Trägervereine organisiert zu sein. Es soll wenig Hierarchie geben, deshalb arbeiten gleichberechtigte Teams miteinander ohne eine Leitungsebene. Über das Leben im Frauenhaus haben die BewohnerInnen ein Mitspracherecht, das in regelmäßigen Hausversammlungen eingebracht werden kann. Team- und Vostandsfrauen stehen bei Entscheidungen im Dialog.

 

 

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